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Heimat auf Zeit
Am 18. September 2007 traf die Menschen der Lausitzer Gemeinden Kerkwitz, Atterwasch und Grabko überraschend die Nachricht, dass ihre Orte wie Hunderte zuvor für Strom aus Braunkohle abgebaggert werden könnten. Erst ein Jahr später sollte eine endgültige Entscheidung fallen.
Dieses eine Jahr dokumentiert der unabhängige Film „Heimat auf Zeit“ und stellt dabei die Frage nach dem „Warum?“. Warum kann im 21. Jahrhundert mitten in Europa ein komplettes Dorf mit gesetzlicher Hilfe verschwinden? Warum sichert jedoch genau dies seit über einhundert Jahren unseren Wohlstand? Wohin führt uns der Kampf gegen den Klimawandel und werden wir auch in Zukunft die Heimat Weniger für den Wohlstand Vieler in Kauf nehmen müssen oder gar billigen?
Die Antworten auf diese Fragen sind weder schwarz noch weiß. Das unabhängige Filmteam findet im Kleinen der Dorfbewohner wieder, was sich im Großen der Politik, Wissenschaft und Wirtschaft oft verliert. Ein komplexes Geflecht aus Arbeitsplatzzahlen, Energiepolitik, Umweltschutz und Zukunftsvisionen lässt nicht nur für die Bewohner der Niederlausitz die Frage offen, ob ihre Heimat nicht nur eine „Heimat auf Zeit“ ist?
2009 Internationales Programm, 52. Internationales Festival für Animations- und Dokumentarfilm DOK Leipzig, 2009
2010 Nominierung, 31. Filmfestival Max Ophüls Preis 2010, Saarbrücken
www.heimat-auf-zeit.net
Film auf Anfrage erhältlich
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